Sonntag, 8. Juli 2012

Mein trauriges Herz




Mein trauriges Herz

Mein Herz, will dich befragen,
Du schlägst so laut heut´ Nacht
In welchen Fernen weilst Du,
Woran hast Du gedacht?

Sprich mir von deinem Sehnen,
Dein Trommeln schmerzt mich sehr
Wenn Du wer sagt´s mir, Herze
Allein trägt´s Herz so schwer.

Die stillen Worte flogen,
Rasch, wie im Traum vorbei
Doch du mein Herz Du weintest
Und brachst dabei entzwei.

In steter Liebe schwelgen,
Ist jedes Herzen Sein
Die Ferne wird zur Nähe
Sie ist des Herzens Pein.

Nur reine Herzen lieben,
Wie Flötenklänge rein
Ein Pan verstummt und lauschet
Ist glücklich, still und klein.

Wo selbst die Götter schweigen,
Warum nur schlägst Du laut
Ein Herz im Schmerz ist einsam
Und kann doch nicht aus seiner Haut.

Ein letztes Herzensschlagen,
Vernehme ich aus Dir,
Gewiß scheint nur Dein Schmerzen
Leb´ wohl, sagt es zu mir.


Donnerstag, 14. Juni 2012

Leben lernen











Leben lernen


Leben will ich jeden Tag,
Mit mir zusammen und allein.
Gefühle sollen sich verdichten
Zu Bildern die nur ich so mag.

*
Aus der Ferne, in die Nähe,
Gedankensplitter klingen sanft.
Wie im Traum, so weit, so nahe
Wie im Urgrund, den ich sehe.

*
Verträumten Windgespielen gleich,
Die sich in der Sonne wiegen.
Ist an Farben wunderreich,
Das Licht, das Träume nun besiegen.

*

Aus Tiefen steigen Bilder jetzt,
Zuerst noch leise, dann mit Stolz.
Sie winken, drehen sich im Kreise,
Mein Denken ist mit Traum benetzt.

*
Leise Tropfen perlen wieder,
Meiner Seele Göttertrank.
Voll Entzücken auf der Reise,
Sprühen um die Wette nieder.

*
Alleine fragen ist gestattet,
Zu Sehen ist mir nicht erlaubt.
Doch sieh das Bild, es scheint verstaubt,
Der Klangt bleibt hinter mir und wartet.

*

Wer bist du, Frau, das Wogen raunt,
Hält sich zurück noch mit Bedacht.
Sirenen schweben durch die Nacht,
Ergriffen lockt der Wind, und staunt.

*
Wer bin ich, diese Frage ist es,
Die mich berührt ganz nah und doch so ferne.
Ich bin ein Leben, ein vermisstes
Eins das zu leben ich noch lerne.

*



Mittwoch, 30. Mai 2012

Das Haar




Das Haar

Es wehte einst ein silbernes Haar

Herab von Baum und Berg

Es war so schön, es war so klar

Gefunden von einem Zwerg.




War keiner, wie aus dem Märchenbuch

War jung und blond und hübsch

Die Hände hielten, wie Glas so klar

Das Haar auf einem Tuch.




Das Haar, das jedermann betört

Machte den Zwergen blind

So rief er in die dunkle Nacht

Doch sein Klagen blieb unerhört.




Was mag das für ein Haar wohl sein

Dacht` er in einem fort

Es macht mich blind, es macht mich taub

Bringt mich an fernen Ort.




Hoch oben saß die Norne noch immer

Wohl wissend um des Zwerges Not

Brennende Augen und leuchtendes Haar

verliehen ihr göttlichen Schimmer.




Sehnen und Sinnen entgegen sie setzte

Das Haar war gegeben, der Auftrag erfüllt

Der Zwerg war verloren, sie wußte es längst

Silbern Tränen die Wangen benetzten.



Dienstag, 29. Mai 2012

Tanz der Worte





Tanzende Worte




Tanzende Worte im Mondlicht ich fing

Streichen durch meine Gedanken.

Ich liege allein, meine Augen sind weit,

Lauschen dem Echo das ging.




Der Worte Echo mein Herz bewegt

Es flattert und fliegt davon.

Wer bin ich, wo geh ich, wo blieb mein Wort,

Mit 1000 Flüchen belegt.




Wortlose Zeit mach dich bereit

Gib´ Chronos deine Stimme.

Der Fischer ist nah, zu fischen das Wort

Das geboren aus Raum und aus Zeit.