Mittwoch, 30. Mai 2012

Das Haar




Das Haar

Es wehte einst ein silbernes Haar

Herab von Baum und Berg

Es war so schön, es war so klar

Gefunden von einem Zwerg.




War keiner, wie aus dem Märchenbuch

War jung und blond und hübsch

Die Hände hielten, wie Glas so klar

Das Haar auf einem Tuch.




Das Haar, das jedermann betört

Machte den Zwergen blind

So rief er in die dunkle Nacht

Doch sein Klagen blieb unerhört.




Was mag das für ein Haar wohl sein

Dacht` er in einem fort

Es macht mich blind, es macht mich taub

Bringt mich an fernen Ort.




Hoch oben saß die Norne noch immer

Wohl wissend um des Zwerges Not

Brennende Augen und leuchtendes Haar

verliehen ihr göttlichen Schimmer.




Sehnen und Sinnen entgegen sie setzte

Das Haar war gegeben, der Auftrag erfüllt

Der Zwerg war verloren, sie wußte es längst

Silbern Tränen die Wangen benetzten.



Dienstag, 29. Mai 2012

Tanz der Worte





Tanzende Worte




Tanzende Worte im Mondlicht ich fing

Streichen durch meine Gedanken.

Ich liege allein, meine Augen sind weit,

Lauschen dem Echo das ging.




Der Worte Echo mein Herz bewegt

Es flattert und fliegt davon.

Wer bin ich, wo geh ich, wo blieb mein Wort,

Mit 1000 Flüchen belegt.




Wortlose Zeit mach dich bereit

Gib´ Chronos deine Stimme.

Der Fischer ist nah, zu fischen das Wort

Das geboren aus Raum und aus Zeit.