Donnerstag, 14. Juni 2012

Leben lernen











Leben lernen


Leben will ich jeden Tag,
Mit mir zusammen und allein.
Gefühle sollen sich verdichten
Zu Bildern die nur ich so mag.

*
Aus der Ferne, in die Nähe,
Gedankensplitter klingen sanft.
Wie im Traum, so weit, so nahe
Wie im Urgrund, den ich sehe.

*
Verträumten Windgespielen gleich,
Die sich in der Sonne wiegen.
Ist an Farben wunderreich,
Das Licht, das Träume nun besiegen.

*

Aus Tiefen steigen Bilder jetzt,
Zuerst noch leise, dann mit Stolz.
Sie winken, drehen sich im Kreise,
Mein Denken ist mit Traum benetzt.

*
Leise Tropfen perlen wieder,
Meiner Seele Göttertrank.
Voll Entzücken auf der Reise,
Sprühen um die Wette nieder.

*
Alleine fragen ist gestattet,
Zu Sehen ist mir nicht erlaubt.
Doch sieh das Bild, es scheint verstaubt,
Der Klangt bleibt hinter mir und wartet.

*

Wer bist du, Frau, das Wogen raunt,
Hält sich zurück noch mit Bedacht.
Sirenen schweben durch die Nacht,
Ergriffen lockt der Wind, und staunt.

*
Wer bin ich, diese Frage ist es,
Die mich berührt ganz nah und doch so ferne.
Ich bin ein Leben, ein vermisstes
Eins das zu leben ich noch lerne.

*