Dienstag, 30. September 2014


Wüste der Seele ist einsam.

Vordergründig.

Transformation erwartet mich.

Tiefgründig.

Grundlagen meiner Welt selbst erwählt.

Abgründig.

Getragen bin ich.

Unergründlich.

Träume raunen guten Rat.

Hintergründig.






Montag, 22. September 2014

Zwischenzeit


Ungeduld anschauen mit Langsamkeit
Zunehmende Bürde aus Müdigkeit
Spürt sich herab in die Zeit.
Verschwindet in mir und dem Weg,
Dem langen Weg.


Im neuem Leben, mit blinden Augen geboren
Vergessen Gelebtes, was war
Schatten des Gestern, heute verloren.
Ersticken, als schwere Last auf dem Weg,
Dem langen Weg.


Das Erinnern der alten Freundin in mir
Gebremst der atmende Tag, Zeit der Mütter
Versteckt sich die Zeit im hier.
Den Wunschbaum vergessen auf dem Weg,
Dem langen Weg.
















Freitag, 19. September 2014

Mit dem Herbst tanzen

die Mondbarken, die ich aus Schafwolle gefilzt habe.
 Schweben über den Dingen und begrüßen die bunte Jahreszeit.


 Es ist ein „leichter“ Filz, ein wenig wie ein Vorfilz. Ich mag das sehr, weil es für mich die Leichtigkeit der Wolle gut widerspiegelt. Man kann einzelne Wollfasern gut erkennen und das gefilzte Stück schmeichelt der Haut. Was z.B. beim Nähen Freude macht.
Das Thema Herbst und Bewegung ist sehr sichtbar. Auf meinen Spaziergängen segeln immer öfter die Blätter der Bäume um mich herum und nehmen Verbindung zu Mutter Erde auf.






Hier im Norden sind am Abend bereits die Gesänge der Wildgänse zu hören, die sich für ihren Flug Richtung Süden treffen. Sich Geschichten erzählen, von einem herrlichen Sommer, vom Leben und der Liebe. 





Mittwoch, 17. September 2014

In Worte gemalt

hat Cambra Skadé meine Gedanken und Gefühle zum Herbst, wie ich es noch lernen möchte. Hat mich verzaubert, auf meinem Frauenweg. Mir Mut gemacht, ihn freudig zu erkunden, ihn zu gehen.


Cambra Skadé

Herbstweisheit
Die Sommerkraft ans innerste Feuer holen, damit sie uns in der Winterzeit nährt. Herbst sagt: Hast du deinen Sommer gut gelebt, wird der Winter gut zu dir sein. Loslassen, was in diesem Zyklus nicht vollendet werden kann. Was wollte ich und muss es nun loslassen, weil der Winter bevorsteht und es nicht mehr genügend Licht und Wärme gibt, damit es reift, wächst, blüht? Anerkennen, dass Wachstum abgeschlossen ist in diesem Zyklus. Die Knospe am Rosenstrauch wird nicht mehr aufblühen.
Am Morgen glitzern die Spinnweben. Wenn die Göttin Holle ihren Schleier auf Rosensträuchern trocknet und die feinen Fäden aus ihrer Spindel glitzernd in der Sonne des Altweibersommers durch die Lüfte fliegen, beginnt die Reise zu den Großmüttern. Die Schwalben sind schon fortgezogen, Spinnwebgespinste umfangen den Ausklang des Hirtinnensommers.
Herbsttagundnachtgleiche, Erntefest, das Einbringen der Herbstfrüchte und das Sammeln von Heilwurzeln steht ins Haus. Es ist die beginnende Zeit der Wurzelkraft, in der sich alles zurückzieht, die Lebenskraft in die Wurzeln geht. Winterzeit naht, Spinnzeit nimmt ihren Anfang in länger werdenden Nächten. Die Samen werden getrocknet und es sind kostbare Augenblicke, in Händen die Samen mit der Kraft der Pflanze und all den Möglichkeiten von Morgen zu halten. Ein großes Potential in den hunderten kleiner Samen, Altes und Neues im Ausgleich. Es ist nicht klar, was sie mir bringen, welche aufgehen, welche Früchte sie tragen und dennoch haben sie das gesamte Potenzial in sich. Über den Winter werde ich die Samen hüten.
Ich erinnere mich an die Geschichten der dicken Erntemutter, an die Bilder der Ähren- und Ernteköniginnen, mit Hopfenkronen, Blumengebinden oder Ähren festlich geschmückt. Kornfrauen, Gerstenweiber, Wurzelweiber, um die getanzt und gesungen wurde. Meine goldenen Gaben sind gefragt. An den Obstbäumen im Garten ließen wir als Kinder etwas hängen für die Tiere und die Geister. So wie die Roggenmuhme und die Weizenalte gebunden und auf den Feldern stehen gelassen wurden.
Nach einem langen, vollen Sommer finden wir uns ein im Kreis, die reiche Ernte feiernd, für die Fülle dankend. Herbstgerüche um uns, die Erde riecht nach Veränderung. Die Früchte unseres Tuns werden besungen und das, was wir verloren haben wird betrauert. Goldgelbe Kürbisse und unser Feuer leuchten in die Abenddämmerung hinein. Farbenpracht, Reichtum ist in unserer Mitte.




Sonntag, 7. September 2014

Die Welt

Die Welt ist nicht ein gut gedachter Ort
Die Welt ist viele Orte
Viele Menschen und viele Götter

Die Welt ist kommen und gehen
Was heute gut ist
Ist morgen besser? Wird anders sein.







Dienstag, 2. September 2014



 Ich bin so menschenmüde und wie ohne Haut.
Die andern mag ich nicht – sie tun mir wehe.
Wenn ich nur fremde Menschen sehe,
lauf ich davon – wie sind sie derb und laut!
Ich bin so müde und wie ohne Haut!

Aus  "Monolog mit Chören" - von Kurt Tucholsky

Montag, 1. September 2014

Ich blicke über die Schulter

zurück zum August und erinnere mich.

Die Sonne war gnädig in diesen Tagen. In diesem Jahr. Moderate Temperaturen um die 25 Grad Celsius. Blätter wandern in freundlichen Farben genüßlich um mein Herz. Segeln schwerelos und friedlich durch die Luft. Gedanken an den Herbst werden laut. 

So oft erlebt. Zu oft erlebt? Fülle und Furcht vor dem langen Winter.  Er  wird doch lang werden, fragt ein Teil in mir ... leise, zögernd, nicht bereit Abschied zu nehmen von dem was ist.

Ich bin zufrieden mit dem was ist. Dem Heute und den schönen Temperaturen, der leichten Brise, dem nicht wissen, was kommt. Fühle ich mich leicht und  frei wie eines der Blätter, das vor mir hersegelte, 
vorhin, auf dem Weg bei mir im Garten.

Im Einklang mit dem jetzt und hier.
Die Bestimmung : Leben in der Gegenwart.